
Beziehung über Konfessionsgrenzen: katholisch, orthodox, evangelisch
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Es ist nicht selten, dass sich eine Katholikin und ein orthodoxer Christ oder ein Protestant und eine Katholikin ineinander verlieben. Solche Beziehungen können tief und schön sein — ihr teilt den Glauben an Christus, das Gebet und das Evangelium. Aber sie werfen auch Fragen auf, die man besser früh klärt und nicht erst eine Woche vor der Hochzeit.
Was euch verbindet
Die Taufe im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, der Glaube an den dreieinigen Gott, die Heilige Schrift, das Vaterunser. Das ist nicht wenig — das ist das Fundament. Viele konfessionsverbindende Paare erzählen, dass ihr Glaube gerade dadurch gewachsen ist, dass sie ihn einander erklärt und den Reichtum der anderen Tradition entdeckt haben.
Sprecht darüber, wie ihr euren Glauben lebt
Die Unterschiede liegen oft weniger in der Lehre als im Alltag. Es lohnt sich, früh darüber zu sprechen:
- Wie oft geht ihr in die Kirche — und in welche? Geht ihr gemeinsam, abwechselnd oder jeder in seine?
- Betet ihr gemeinsam, und wie?
- Fasten- und Feiertage: Manche orthodoxe Kirchen feiern Weihnachten am 7. Januar, und Ostern fällt oft auf verschiedene Daten.
- Sakramente: Die Regeln zur Kommunion unterscheiden sich zwischen den Kirchen und sollten respektiert werden.
- Was aus deiner Tradition möchtest du unbedingt in euer gemeinsames Leben mitnehmen?
Die kirchliche Trauung
Die katholische Kirche nennt die Ehe eines Katholiken mit einem getauften Mitglied einer anderen christlichen Kirche eine konfessionsverschiedene Ehe; sie braucht die Erlaubnis des Ortsbischofs. Wo und wie die Trauung gefeiert wird, wird in der Vorbereitung mit dem Pfarrer besprochen. Orthodoxe und evangelische Gemeinschaften haben ihre eigenen Regeln.
Der beste Schritt ist einfach: Sprecht gemeinsam mit einem Priester oder einer Pfarrerin — und zwar früh, solange noch alles offen ist.
Kinder
Taufe und religiöse Erziehung der Kinder sind die heikelste Frage in solchen Beziehungen — schiebt sie nicht auf. Beim Eingehen einer konfessionsverschiedenen Ehe verspricht der katholische Teil, alles in seinen Kräften Stehende zu tun, damit die Kinder in der katholischen Kirche getauft und erzogen werden; der andere Teil muss darüber informiert sein. Einigt euch offen und vor der Ehe — auch darüber, wie die Kinder den Glauben des anderen Elternteils kennenlernen.
Familie und Umfeld
Familien haben manchmal eigene Erwartungen, und in manchen Regionen ist der Glaube mit heiklen historischen und nationalen Fragen verbunden. Hört ihnen respektvoll zu, aber trefft die Entscheidungen zu zweit. Je einiger ihr seid, desto leichter nimmt auch euer Umfeld euren Weg an.
Wenn der Unterschied zu groß ist
Wenn einer von euch erwartet, dass der andere seinen Glauben aufgibt, oder wenn der Glaube ständig Streit auslöst statt gemeinsamer Kraft, solltet ihr das ehrlich ansprechen. Betet, sucht Rat bei einem geistlichen Begleiter — und habt keine Angst vor einem schwierigen Gespräch. Besser jetzt als später.
Konfession in Holymeet
In Holymeet zeigt das Profil die Konfession, und unter Entdecken kannst du wählen, welche Traditionen dich interessieren. Wenn es dir wichtig ist, jemanden aus derselben Kirche kennenzulernen, ist das schnell eingestellt; wenn du offen für andere Christen bist, ist das ebenfalls nur ein Fingertipp.
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